Meinst du, die Russen wollen Krieg

Worte: Jewgeni Jewtuschenko / Dt.Text: Siegfried Siemund
Weise: Eduard Kolmanowski

1. Strophe:

Meinst du, die Russen wollen Krieg? Befrag die Stille, die da schwieg, im weiten Feld, im Pappenheim, befrag die Birken an dem Rain, dort, wo er liegt in seinem Grab, den russischen Soldaten frag! Sein Sohn dir drauf die Antwort gibt: Meinst du, die Russen wolln, meinst du, die Russen wolln, meinst du, die Russen wollen Krieg?

2. Strophe:

Nicht nur für´s eigne Vaterland fiel der Soldat im Weltenbrand – nein, dass auf Erden jedermann in Ruhe schlafen gehen kann. Holt euch bei jenem Kämpfer Rat, der siegend an die Elbe trat, was tief in unsrem Herzen blieb: Meinst du, die Russen wolln, meinst du, die Russen wolln, meinst du, die Russen wollen Krieg?

3. Strophe:

Der Kampf hat uns nicht schwach gesehn, doch nie mehr möge es geschehn, dass Menschenblut, so rot und heiß, der bittren Erde wird zum Preis. Frag Mütter, die seit damals grau, befrag doch bitte meine Frau. Die Antwort in der Frage liegt: Meinst du, die Russen wolln, meinst du, die Russen wolln, meinst du, die Russen wollen Krieg?

4. Strophe:

Es weiß, wer schmiedet und wer webt, es weiß, wer ackert und wer sät, ein jedes Volk die Wahrheit sieht: Meinst du, die Russen wolln, meinst du, die Russen wolln, meinst du, die Russen wollen Krieg?