Vom Erwachsenwerden

Worte: Otto Teuscher
Weise: Wolfgang Scheibeler

1. Strophe:

Seit gestern, da bin ich erwachsen, ich glaube, seit gestern halb zehn. Nun sitz ich in meinem Zimmer, versuche die Hose zu nähen, die Niethose aus meiner Kindheit, die Naht platzt schon immerzu auf, und darum beschlossen die Eltern den baldigen Neuhosenkauf.

2. Strophe:

Sie fragten mich vor einer Stunde: „Was soll’s für ’ne Farbe denn sein?“ Drauf gab ich verwundert zur Antwort: „Kauft ihr denn die Hose allein?“ Ich sagte: „Was Dunkles, Modernes, mit Hosenaufschlägen und Schlag.“ Da sagt meine Mutter ganz leise: „Du weißt, dass das Vati nicht mag.“

3. Strophe:

Und dann sind sie losgezogen, ich reg mich darüber nicht auf. Was kümmert mich denn meiner Eltern versuchsweiser Hosenneukauf. Ich habe jetzt Nadel und Faden, meine alte Hose zu nähn. Ich denke, ich bin jetzt erwachsen, seit gestern so gegen halb zehn, seit gestern so gegen halb zehn.